Die Republik Belarus
traditionelle Flagge der Republik Belarus.............Staatsflagge Republik Belarus
Lage:
Die Republik Belarus ist ein Binnenstaat in Osteuropa:
    • im Norden und Osten grenzt die Republik an die Russische Förderation,
    • im Südosten und Süden an die Ukraine,
    • im Westen an Polen und
    • im Nordwesten an Litauen und Lettland.........
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Größe:

207.600 Quadratkilometer

Bevölkerungszahl:

ca. 10 Mio. Einwohner

Hauptstadt:

Minsk (mit ca. 1,7 Mio. Einwohner)

Zeitzone:

Osteuropäische Zeit (OEZ = MEZ plus 1 Stunde)

Währung:

Belarussischer Rubel

BYR
 
 
Sprachen:
  • Weißrussisch und Russisch , Polnisch (im Westen)
  • Amtssprachen Russisch, Englisch und teilweise Deutsch
Administrative Gliederung:
    • Brest
    • Gomel
    • Grodno
    • Minsk Land
    • Mogilev
    • Vitebsk
    • außerdem Minsk-Stadt mit Gebietsstatus...................
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Wirtschaft des Landes:
Ressourcen:
      • Wälder zu einem Drittel der Landesfläche -> mit wertvolle Holzarten, wie: Kiefern (53%), Tannen (11%), Eichen (4%), Birken (18%),
        Espen (3%) und Erlen (10%)
      • Torfe -> die durch intensivste Nutzung, vor allem im Brennstoffbereich, in den letzten Jahrzehnten im wesentlichen erschöpft sind
      • verschiedenste Sandarten wie Granit, Dolomit, Mergel und Kreide, leicht- und schwerschmelzende Tone, Letten, Sandkies
      • sehr geringe Vorkommen von Öl und natürlichen Gasen
      • sehr hoher Import von Rohstoffen, vor allem aus Rußland

Industrie- & Wirtschaftszweige

    Belarus ist ein wichtiges Transitland im Eisenbahn- (Streckennetz 5540 km) und Straßenverkehr (63000 km befestigt), sowie Binnenschifffahrt (mit 3800 km). Es gibt einen internationaler Flughafen in Minsk. Durch das Land führen wichtige russische Exportleitungen für Erdöl (2909 km, darunter ein Abschnitt der Erdölleitung Freundschaft) und Erdgas (1980 km, darunter die Erdgasleitung JamalWesteuropa).
    Der Aufbau einer Industrie begann erst in den 50er- und 60er-Jahren. Sie verfügt über ein relativ gut ausgebautes verarbeitendes Gewerbe, ist aber stark von Rohstoff- und Energieimporten abhängig. Wichtigste Zweige sind:
          • der Maschinen- (Land-, Werkzeugmaschinen),
          • Fahrzeug- (Pkw, Traktoren, Motor-, Fahrräder),
          • Gerätebau (besonders Geräte der Nachrichtentechnik),
          • elektrotechnisch-elektronische Industrie,
          • die chemische Industrie (Chemiefaser-, Düngemittelproduktion) einschließlich Erdölverarbeitung (Raffinerien in Mosyr und Nowopolozk) und
          • die Nahrungsmittelindustrie und Lederverarbeitung

    Traditionelle Industriezweige sind Textil- (besonders Leinen- und Seidenstoffherstellung), Holz- und Baustoffindustrie.

    Der gößte Export des Landes besteht aus Kalidüngemittel, Chemieerzeugnisse und Konsumgüter (besonders Textilien), sowie Maschinenbauprodukte. Hauptimportgüter sind neben Energierohstoffen und Elektroenergie auch Maschinen, Industrieausrüstungen und Fahrzeuge, Lebensmittel sowie metallurgische Erzeugnisse.

    Durch den Reaktorunfall von Tschernobyl sind etwa ein Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfäche, die ca. 12Mio. ha beträgt, kontaminiert und der Nutzung somit weitgehend entzogen. Angebaut werden v.a. Kartoffeln, Getreide, Zuckerrüben und Gemüse, im Norden wird v.a. Flachs angebaut, im Süden auch Hanf. Führend ist die Viehhaltung, besonders von Rindern (Milcherzeugung) und Schweinen.

    Der hohe Bedarf an Nahrungsmitteln wie Getreide, Zucker und Pflanzenöl sowie an Medikamenten für Opfer radioaktiver Strahleneinwirkungen kann im wesentlichen nur durch Kompensationsgeschäfte gedeckt werden. Haupthandelspartner sind Russland, die Ukraine, Litauen, Deutschland, Polen und die USA.

    Durch eine zügige und verlässliche Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Investoren aus dem Ausland, besonders in den Bereichen Privatisierung und Liberalisierung, könnte ein wesentlicher Anreiz gegeben werden dort zu investieren. Die EU – Ost – Erweiterung wird als eine besondere Chance für die Verbesserung der Wirtschaftsbeziehungen gesehen, da Belarus nun ein Anrainerstaat der EU geworden ist. Ein besonderes Augenmerk ist zu richten auf die steigenden Lohnkosten der neuen Ländern und dem damit gleichzeit zunehmenden Kostenvorteil, den Belarus als günstig gelegenes östliches Transitland (zwischen Europa und Asien) nun hat.